Im Juni…. längster Tag und kürzeste Nacht

Es wird ruhiger, der Vogelgesang verstummt langsam…

Durch das schlechte Wetter im Mai, haben viele Vogelpaare ihre Bruten verloren. In mehr als der Hälfte der Nistkästen hatte es entweder erkaltete Eier oder tote Küken. Jetzt Anfang Juni wird von einigen Vogelpaaren eine zweite Brut vollzogen. Hoffen wir, dass diese erfolgreicher verläuft als die erste. Im Moment ist der Gesang noch sehr intensiv, die Reviermarkierung ist also noch nicht abgeschlossen. Gegen ende des Monats wird es aber morgens deutlich ruhiger. Mit den bereits wieder kürzer werdenden Tagen werden auch die Vogelgesänge leiser und ihr Gesang weniger. 

Beim Schlüpfen erwischt

Libellen

An Teichen und Seen flitzen im Juni viele Grosslibellen über die Wasseroberfläche. Eine der auffälligsten und schnellsten ist der Plattbauch (Libellula depressa). Erkennen kann man diese Libellenart an ihrer breiten und flachen Hinterleibsform. Sie ist eine Ansitzjägerin und ernährt sich überwiegend von kleinen Insekten. Die Paarung des Plattbauches dauert nur sehr kurz und ist entsprechend selten zu beobachten. Die Weibchen lassen bei der Eiablage ihre Eier einfach aus der Luft in bewachsene Gewässerränder fallen. Das Männchen beobachtet dabei das Weibchen aus der Luft. Nach ca. einem Monat schlüpfen die Libellenlarven. Die Libellenlarven benötigen bis zu zwei Jahre für ihre Entwicklung zur Libelle, diese Zeit verbringen sie vollständig im Wasser, wobei sie sich im Winter und in Trockenperioden im Schlamm eingraben.

„Kuckuckspeichel“

An Grashalmen kann man jetzt häufig kleine schaumige Gebilde beobachten, als hätte jemand ins Gras gespuckt. Doch soviel Spucke wird wohl kaum jemand auf einmal produzieren können, selbst der Kuckuck nicht, dem mit dem Namen „Kuckuckspeichel“ die Produktion dieser Schaumflocken unterstellt wird. Die Verursacher dieser schaumigen Gebilde sind im reich der Insekten zu finden. Schaumzikaden (Cercopidea) haben hier ihre Kinderstuben eingerichtet. Nur die Mittglieder dieser Zikadenfamilie sind in der Lage, solche widerstandsarmen, aber sehr effektvollen Schutzräume während ihrer Larvenzeit zu bilden. Weltweit sind die Schaumzikaden mit etwa 1`100 Arten vertreten, davon leben etwa 35 Arten in Mitteleuropa. Die Wiesen-Schaumzikade ist die bekannteste und am besten untersuchte heimische Art.