Familienausflug ins Naturlehrgebiet Buchwald in Ettiswil

„Der April macht was er will“, die einzigen die am Regenwetter gefallen fanden, waren wohl die Bewohner im Naturlehrgebiet Buchwald. Aber auch einige Kinder mit ihren Eltern, konnte der Regen nichts anhaben und so folgten sie der Einladung des Naturschutzverein Egerkingen., zum Familienausflug nach Ettiswil. Im Naturlehrgebiet wurden die acht Kinder und 6 Erwachsenen von der Betreuerin und Leiterin Stefanie Pfefferli, die übrigens ihr Grundwissen in der Jugendgruppe des Naturschutzverein Egerkingen erworben hat, herzlich Begrüßt.
Das Naturlehrgebiet Buchwald war einst eine Kiesgrube. In der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre wurde der Kiesabbau eingestellt und es sollte eine grosse Abfalldeponie entstehen. Bei den umliegenden Gemeinden formierte sich glücklicherweise grossen Widerstand gegen dieses Projekt. Die Herren Josef und Fritz Steiner sowie Josef Zeyer engagierten sich dafür die Grube zu einem Schulreservat umzunutzen, denn sie beherbergte bereits schon eine reiche Amphibienwelt.
Nach einer kurzen Einführung über das Naturlehrgebiet wurde die Beobachtungsgabe der Besucher getestet. Um den ehemaligen Kiesturm, heute Schulungs- und Beobachtungsturm, hatte die Leiterin einige Kleintiernachbildungen platziert, diese galt es zu entdecken und finden. Die Bunten und Auffälligen wurden auch alle erblickt, diejenigen mit Tarnfarbe jedoch blieben unentdeckt. Damit waren auch schon alle in den Bann gezogen worden und der Drang nach mehr war angeregt. Auf dem anschliessenden Rundgang konnten viele unterschiedliche Teiche bestaunt werden. Die einen mit vielen Pflanzen, andere ganz ohne Pflanzen dafür mit vielen mittleren und grösseren Steinen. In jedem der unterschiedlichen Tümpel leben auch unterschiedliche Amphibien. Nach dem Rundgang durfte jeder Teilnehmer selber Aktiv werden und in einem der vorgegebenen Teiche, mit Wasserglas und Fangnetz, nach Kleinlebewesen „fischen“. Dabei musste Beachtet werden, dass immer dieselben Tierchen ins gleiche Wasserglas gelangen. Anschliessend konnten die gefangenen Kleinlebewesen unter der Luppe sowie dem Mikroskop beobachtet und bestimmt werden. Von der grossen Libellenlarve über die Tellerschnecke bis hin zur kleinsten Zuckmückenlarve war alles dabei was sich in einem Naturnahen Teich aufhält.
Nach einem so aufregenden und spannenden Morgen, der im Nu verstrich, war es Zeit dem Hungergefühl Beachtung zu schenken. Beim gemeinsamen Bräteln vor Ort konnte der aufgetretene Hunger dann gelstillt werden. Dieser Anlass wird vor allem den Kindern aber sicher auch manchem Erwachsenen wohl lange in Erinnerung bleiben.