April bedeutet soviel wie… Öffnen der Knospen

Brautschau der Hasen.

Da wo es noch Hasen hat, geht es dieser Tage auf Wiesen und Äckern hoch her. Die Feldhasen haben nun Paarungszeit. Wer nun an romantische Stunden denkt, der ist auf dem Holzweg. Die Hasen-Männchen, Rammler genannt, kriegen nicht selten ordentlich was auf die Löffel.

Obwohl der Hase eigentlich ein nachtaktiver Einzelgänger ist, findet die turbulente Brautschau am Tage statt. Liebestoll rennen die Langohren über die Felder und versuchen, einem Weibchen zu imponieren. Doch Hasenfrauen sind wählerisch. Mögen sie den Rammler nicht, dann versetzt es ihm heftige Tritte und Boxschläge. Mögen sie hingegen das Männchen, so dauert es etwa 42 Tage, bis der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt. Ein Wurf beseht aus rund sechs Hasenbabys. Da diese sehr häufig in den ersten Tagen sterben, können Hasenfrauen sogar doppelt trächtig werden.

Hasenkinder sind ausgesprochene Nestflüchter, sie kommen also praktisch schon als Teenies zur Welt, können gucken und haben ein komplettes Fell. Nach wenigen Stunden hoppeln Hasenkinder bereits um ihre Geburtsstätte, eine Erdmulde, herum. Hasenmütter verlassen direkt nach der Geburt den Ort, damit sie mit ihrem Geruch keine Feinde anlocken. Hasenkinder sind nahezu geruchlos und somit schwer auffindbar. Nur abends und morgens kehrt die Mutter zurück, um ihre Kinder zu säugen.

 

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer…

Die Insektenfresser werden von Jahr zu Jahr seltener. Schwalben zählen zu den bekanntesten Vögeln. Sie gehören wie Mauersegler und Haussperling zu den sogenannten Kulturfolgern und sind aus den Dörfern und Städten gar nicht wegzudenken. Trotz dieser Anpassung sind sie vielfach zu den Sorgenvögeln geworden. Während Hausbesitzer aus Angst vor Verschmutzung keine Nester dulden, verschliessen besorgte Bauern oft den Rauchschwalben ihre Ställe, um vermeintlichen Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Dabei Gefährten die kühnen Flugakrobaten weder unsere noch die Lebensmittelsicherheit. Leider sind die Schwalben, wie auch andere Insektenfresser, durch das fehlen ihrer Nahrung, immer weniger geworden. Aber auch das hohe Verkehrsaufkommen kann den Schwalben an den Kragen gehen. So wird beim Ausbau der Autobahn auf 6 Spuren, zwischen dem Autobahnkreuz Härkingen und Luterbach, durch die Anpassungen, der Mattenhof verschwinden und somit auch die ca. 60 Mehlschwalben-Brutpaare. Wo werden die Mehlschwalben Paare danach ihre Eier ausbrüten und die Jungen aufziehen können? Helfen kann man den Schwalben mit künstlichen Nestern an sogenannten Schwalbentürmen. Was im Falle des Mattenhof eine Lösung wäre. In Egerkingen stehen bereits drei solche Schwalbentürme, beim Rest. Sternen, südlich beim Mühlemattschulhaus und bei der Familie A. Von Arx in der Jurastrasse.