Der September voller Früchte und Beeren

Jetzt ist die Zeit der Früchte- und Beerentragenden Sträucher und Bäume gekommen. Zahlreiche dieser Sträucher und Bäume stellen eine Bereicherung für die Tierwelt dar. Sie dienen zum Beispiel den Vögeln als Nahrungsquelle. Hierbei profitieren die Vögel jedoch nicht nur von den Früchten und Beeren der Sträucher selbst, sondern auch von Insekten, die in den Sträuchern leben. Mit Dornen besetzte Sträucher bieten auch Schutz vor Fressfeinden sowie sichere Schlafplätze und Nistmöglichkeiten.

Wer also die Möglichkeit hat und einen Garten besitzt, lockt mit speziellen Sträuchern und Bäumen Vögel in den Garten.

 

Schwarzer Holunder

Die Beeren des Schwarzen Holunder werden von Amseln, Drosseln, Staren und Mönchsgrasmücken sehr geschätzt. Aber auch für uns Menschen ist der Schwarze Holunder eine Bereicherung. Die Beeren sind nach dem Abkochen oder Vergären essbar. Holundersaft und Holunderkonfitüre, aber auch Tees aus Rinde und Blütenständen gelten als probate Hausmittel gegen Erkältung, Nieren- und Blasenleiden sowie zur Stärkung von Herz und Kreislauf. Die Beeren wurden früher zum Färben von Haaren und Leder eingesetzt. Mit dem Saft färbte man auch Rotwein.

 

Vogelbeere

Die Vogelbeere, gemeinsprachlich häufiger die Eberesche oder Vogelbeerbaum, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mehlbeeren innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Eberesche ist eine wichtige Futterpflanze für Tiere. Nachgewiesen wurde dies bislang für 31 Säugetier- und 72 Insektenarten, darunter 41 Kleinschmetterlinge und zwölf Rüsselkäfer. Insgesamt wurden 63 Vogel- und 20 Säugetierarten als Nutzer der Früchte festgestellt. Insbesondere Singdrossel, Misteldrossel, Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Kleiber und Gimpel schätzen die Früchte der Eberesche und nutzen den Baum ebenso wie der Grünspecht, als Nistgehölz. Eine wichtige Rolle spielen die Früchte in der Ernährung von Rotdrossel und Seidenschwanz, die aus Nordeuropa kommend, den Winter in unseren Breiten verbringen. Aber auch Rotfuchs und Dachs verschmähen die Früchte nicht.

Auch wenn der Volksglaube hartnäckig das Gerücht hält, die Früchte seien giftig, ist dies nicht richtig.  Allerdings enthalten die Beeren Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Durch Kochen wird die Parasorbinsäure zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist. Gekochte Beeren können daher auch in grossen Mengen gegessen werden. Tatsächlich waren Vogelbeeren aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts, früher ein wichtiges Mittel gegen Skorbut. Sie enthalten ausserdem Provitamin A und Sorbit, einen Zuckeraustauschstoff. Aus der Sorbose der Vogelbeeren wurde das Sorbit, ein Zuckerersatz für Diabetiker gewonnen.