Der Monat Juni…

Im Juni nimmt die Intensität des Vogelgesangs deutlich ab und es wird Zunehmens stiller am Morgen. Mit der Tag- und Nachtgleiche  am 21. Juni wendet sich das Jahr, die Tage werden wieder kürzer. Das spüren auch die Vögel und ausserdem ist die Hauptbrutzeit auch Grossenteils beendet. Der Morgen wird also hörbar leiser. Dafür kann man viele Jungvögel beobachten die noch nicht so scheu sind und von den Vogeleltern noch gefüttert werden. Oft sitzen sie minutenlang an derselben Stelle und warten auf das ersehnte Futter. Wenn Vögel einen Ausweis hätten, dann würde bei den meisten als Geburtsdatum der Monat Juni stehen.

 

An Wegrändern, Böschungen und Gräben springen sie förmlich ins Auge. Tausende kleiner Schaumtropfen an Gräsern und Büschen leuchten weithin in der Sonne, Kuckucksspeichel nannten wir sie als Kinder, doch der Vogel ist diesmal unschuldig. Verursacher ist meist die Schaumzikade, deren Larven sich im Schaumhäuschen vor Vögeln verstecken. An diese Gebilde traut sich kaum jemand aus der Räuberschar heran, nur eine kleine Wespenart fischt sich die Larven aus dem Schaumbad.

 

Für nur wenige Tage im Juni blüht der purpurrote Mohn, der in der Natur den Frühsommer einläutet. Dann ist er schon aus grosser Entfernung zu sehen und sticht mit seinen leuchtenden Blüten aus jeder Wiese und aus jedem Feld hervor. Was liegt da näher, als dem Mohn ein weinig von seiner Leuchtenden Farbe zu stibitzen? Aus den Blütenblättern der Mohnblumen lässt sich ganz einfach Wasserfarbe herstellen. Die Farbstoffe in der Mohnblüte sind wasserlöslich und werden durch Zerreiben der Blütenblätter freigesetzt.