August ( Erntemonat, Ährenmonat oder Sichelmonat)

Eine Schatzkammer der Natur: Schwarzer Holunder
Ein wahrer Schatz der Natur für die Küche und als Heilmittel ist der Schwarze Holunder (Sambucus nigra), der in vielen Gegenden auch Holder genannt wird. Ab August reifen die glänzend schwarzen, beerenartigen Holunderfrüchte. Aus den gekochten, vitaminreichen Früchten kann man Marmelade, Wein und Saft herstellen. Und die getrockneten Blätter ergeben einen gut wirksamen Tee gegen Erkältungen. Besonders lecker ist auch Sirup aus Holunderblüten.

Liebespfeile und Schneckenliebe
Unsere größten Gehäuseschnecken, die Weinbergschnecken (Helix pomatia), sind zwar Zwitter, brauchen aber zur Fortpflanzung trotzdem einen Partner. Jetzt kann man bei feuchter Witterung ihr stundenlang dauerndes Liebesspiel beobachten. Dabei schießen sie sich vor der eigentlichen Paarung gegenseitig sogenannte „Liebespfeile“ aus Kalk in die Fußsohle. Nach der Kopulation legen die Schnecken aus ihrer am Kopf liegenden Geschlechtsöffnung rund 50 runde, weiße Eier in eine selbst gegrabene Erdhöhle ab. Und nach etwa 4 Wochen kriechen dann die Mini-Schnecken aus dem Erdreich.

Die ersten Zugvögel machen sich schon auf die Reise in ihr Winterquartier
In Egerkingen sind die Mauersegler, als Langstreckenzieher, bereits in der letzten Juliwoche weggezogen und haben den weiten Weg über die Sahara, nach Afrika unter die Flügel genommen. Nach und nach ziehen nun im August die anderen Langstreckenzieher wie z.B. Neuntöter, Gartenrotschwanz, Klappergrasmücke und Kuckuck, um nur einige zu nennen, aus ihren Brutgebieten in die Winterquartiere.
Ende August sammeln sich die Störche in größeren Gruppen und ziehen wieder in ihre Winterquartiere in den afrikanischen Savannen. Für ihren Flug in großer Höhe nutzen die Störche warme Aufwinde und legen dabei täglich 150 bis 300 Kilometer zurück. Auch andere Zugvögel bereiten sich auf ihren Abflug vor und erinnern uns daran, daß der Sommer bald zu Ende geht.