Was der Juli verbricht, rettet der September nicht.

So lautet eine von vielen Bauernregeln. Der Juli ist nach dem Römischen Staatsmann Julius Caesar benannt. Der alte deutsche Name ist Heuet oder auch Heumonat genannt, da im Juli die erste Heu-Mahd eingebracht wurde.

Seerosen:

Die grössten Blüten der heimischen Pflanzenwelt blühen ab Juli auf Teichen und langsam fliessenden Gewässer: die bis zu acht Zentimeter grossen Scheibenblüten der Weissen Seerose. Sie sind täglich von sieben bis sechzehn Uhr geöffnet und locken mit zuckerhaltigen Ausscheidungen vor allem Käfer an. Die Seerose wurzelt mit bis zu drei Meter langen Blatt- und Blütenstielen im Schlamm nährstoffreicher Gewässer. Alle Teile der Pflanze durchzieht ein Lüftungsgewebe, dass im sauerstoffarmen Wasser die Pflanze mit Luft versorgt und den grossen Schwimmblättern Auftrieb gibt. An den Blättern nagt der Blattkäfer Donacia grassipes, seine Larven fressen an untergetauchten Pflanzenteilen. Um Luftsauerstoff atmen zu können, bohren sie mit zwei hakenförmigen Gebilden am Hinterende die Luftkanäle der Pflanzen an.

Bremsen:

Das schwarze Insekt fliegt unaufhörlich an, landet auf der Haut und sticht sofort zu. Gerade bei Luftdruckschwankungen vor Regen und Gewitter überfallen viele Bremsenarten Menschen, Pferd und Rind, um Blut zu saugen. Ihre messerartigen Mundwerkzeuge senken sich sekundenschnell in die Haut, der Stich ist schmerzhaft, die Wunde blutet oft nach. Wer sich trotz Schmerz überwindet, der Bremse in die Augen zu schauen, kann das grün- bis kupferfarbene Komplexauge bewundern. Das schöne farbige Streifenmuster entsteht durch Brechung des Sonnenlichts an feinsten Strukturen des aus vielen Einzelaugen zusammengesetzten Fliegenauges. Der Sinn liegt vermutlich darin, einen besseren Kontrast farbiger Gegenstände vor andersfarbigem Hintergrund zu erreichen. Warmblütige Opfer sollen sich besser vor Wiesengrün abheben. Ein Trost bleibt: Nur die Weibchen stechen.

Bruterfolge bei den Vögeln:

Die Jahresvögel, also diejenigen die das ganze Jahr über bei uns bleiben, haben ihre ersten Bruten schon grossgezogen und die Jungen fliegen, auf der Futtersuche, schon umher. Alle 150 Meisenkästen und 11 Waldkauzkästen wurden, wie jedes Jahr, von eifrigen Vereinsmittgliedern unterhalten und kontrolliert. Hier die Ergebnisse aus diesem Jahr:

Art:      Kohlmeise   Tannenmeise   Blaumeise    Kleiber    Feldsperling    Sumpfmeise

Juv.        444                    50                      74                  10                 11                      8

Bruten    69                       7                       15                   2                    3                      1

Total 597 Jungvögel von 97 Bruten

 

In den 11 Waldkauz-Nistkästen sind 35 Jungvögel geschlüpft.

Wer Interesse hat und mehr über die Brutergebnisse erfahren möchte, oder an der Mithilfe der Nistkastenpflege interessiert ist, kann sich per Kontaktformular melden.