…. Juni, die Vögel werden leiser und ab dem 22. die Tage kürzer!

Der Juni enthält den Tag der Sonnenwende (21. abhängig von der Himmelsmechanik auch am 20. Oder 22. möglich), der der längste Tag mit der kürzesten Nacht ist. Benannt ist er nach der römischen Göttin Juno, der Gattin des Göttervaters Jupiter, Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom. Der alte deutsche Monatsname ist Brachet oder Brachmond, da in der Dreifelderwirtschaft des Mittelalters in diesem Monat die Bearbeitung der Brache begann. Da die Rosenblüte im Juni ihren Höhepunkt erreicht, spricht man in Gärtnerkreisen auch vom Rosenmonat.

Die Grosse Brennnessel wird über zwei Meter hoch

Brennnesseln findet man in unseren Breitengraden überall, sie bevorzugen feuchte Böden, werden aber leider nicht überall geduldet. Bei Berührung brechen die an den Blatträndern sitzenden Brennhaare ab. Die dabei austretende Flüssigkeit (eine Mischung aus Ameisensäure und Histamin) sorgt für das unangenehme Brennen und die typischen Nesselquaddeln auf der Haut. Trotzdem ist die Brennnessel ein wichtiger Bestandteil unserer Natur, viele Schmitterlingsraupen ernähren sich von ihr.

Schmetterlinge flattern von Blüte zu Blüte …..

Zahlreiche Schmetterlinge sind bei trockenem Wetter, von Blüte zu Blüte, unterwegs. Kleiner Fuchs (Aglais urticea), Distelfalter (Vanessa cardui), Tagpfauenauge (Inachis io), Admiral (Vanessa atalanta) und Landkärtchen (Araschnia levana). Alle diese Schmetterlingesarten haben eines gemeinsam: ihre Raupen ernähren sich hauptsächlich von Brennnesseln.

Die Ringelnatter geht auf Jagd

Die Ringelnatter (Natrix natrix) jagt jetzt gern in Tümpeln und anderen stehenden Gewässern. Die ungiftige, meist dunkel gefärbte Natter kann hervorragend tauchen und schwimmen . Sie ernährt sich von Kaulquappen, Fröschen, kleinen Fischen und Wasserinsekten. Gerade mit Kaulquappen sind im Juni viele Gewässer ja besonders gut bestückt. Die zwei gelben halbmondförmigen Nackenflecke, sind ein unverwechselbares Merkmal der Schlange.

Es wird ruhiger ……..

Im verlaufe des Juni wird es in der Vogelwelt wieder ruhiger. Die ersten Bruten sind bereits ausgeflogen und man kann schon viele Jungvögel beobachten. In den ersten Tagen nach dem verlassen der Nester, sind die Jungen noch in der Nähe und werden von den Eltern gefüttert. Auch die Stimmen werden langsam weniger und am Morgen wie auch am Abend wird es leiser in der Vogelwelt.
Die Nistkasten-Verantwortlichen vom NVE, haben alle Nistkästen kontrolliert und die Ergebnisse aus dem Brutgeschäft 2017 liegen vor. Eines kann gesagt werden, das Jahr 2017 wird als starkes Brutjahr in die Geschichte eingehen. Die Zahlen und Ergebnisse werden im Juli, in dieser Rubrik veröffentlicht.