Frühlingsxkursion 2017 in der Reinacher Heide

Wechselweise wird die Frühlingsexkursion, in und um Egerkingen, so wie an interessanten Orten in der näheren Umgebung, durchgeführt. Dieses Jahr stand die Reinacher Heide, als Beobachtungsstreifzug auf dem Programm. Sechs wetterfeste NVE Mitglieder, Petrus hat eben vergessen die Schleusen zu schliessen, trafen am Besammlungsort ein. In einem Kleinbus wurde dann nach Reinach disloziert.
Die Reinacher Heide liegt an der Birs auf den Gemeinden Reinach und Arlesheim. Das 39 Hektaren grosse Gebiet, beherbergt fast die Hälfte aller im Kanton Basel-Landschaft vorkommenden Pflanzen. Damit gehört dieses Gebiet zu den Wertvollsten Naturschutzgebieten im Kanton. 1994 wurde die Reinacher Heide vom Bund als „Naturschutzgebiet von Nationaler Bedeutung“ ausgezeichnet. Das Gebiet ist vor allem durch drei Vegetationstypen charakterisiert: die Schotterflächen, die Magerwiesen und den Auenwald.
Am Zielort angekommen, immer noch unter leichtem Regenfall, begab sich die kleine Gruppe, unter Führung des Exkursionsleiters Lucas Lombardo, auf den ca. 2 Kilometer langen Rundweg. Das Tagesziel des Exkursionsleiters war, die Sichtung einer Wasseramsel, die als Vogel des Jahres 2017 ausgerufen ist. Zuerst führte der Weg entlang der Birs abwärts, nach wenigen hundert Metern über eine Fussgängerbrücke auf die andere Seite und da wieder flussaufwärts. Immer wieder schweifte der Blick ins Wasser um das Tagesziel zu erblicken. Mittlerweile hat auch der Regen nachgelassen und die Kapuzen konnten ab gestülpt werden, damit wurden die Ohren frei für die zahlreichen Vogelstimmen, die ringsum als Reviermarkierung getrillert und gezwitschert wurden. Zaunkönig, Mönchsgrasmücke, Kohlmeise, Ringeltaube und Rotkehlchen waren zu hören. Stockente, Gänsesäger, Graureiher und Mauersegler zu sehen. Beim Überqueren des „Heidebrüggli“, starrten alle in die Stromschnellen der Birs und alle waren sich einig, wenn es eine Wasseramsel hat, dann müsste sie hier sein. Es wurde durch die Feldstecher und Fernrohre geglotzt, weit und breit aber keine Wasseramsel. Aber plötzlich wie aus dem Nichts war eine da. Flog auf einen Stein im Wasser um den Beobachtern ihre Nahrungssuche auch gleich vor zu führen. Die Wasseramsel ernährt sich von Larven der Köcherfliege, Eintagsfliege, Steinfliegen und Kerbelmücken, dabei taucht sie 5 – 15 Sekunden unter Wasser. Eine sehr schöne Beobachtung, Tagesziel also klar erreicht. Grünspecht und Wespenbussard konnten ebenfalls noch notiert werden. Am Schluss der Exkursion umfasste die Liste deren 34 Arten. Eine stattliche Zahl, bei diesem schlechten Wetter, waren sich alle einig. Eigentlich könnte man einen ganzen Tag lang in der Reinacher Heide verweilen und umherziehen. Doch das Programm besagte am Mittag wieder zurück in Egerkingen zu sein. So wurde zeitig abgebrochen und pünktlich um die Mittagszeit Waren alle mit ein paar schönen Erinnerungen mehr, zurück am Besammlungsort.