Der April macht was er will…….

so jedenfalls lautet der Volksmund. Auch wenn sich diese Bauernweisheit oft auf das Wetter bezieht, selbst seine Position im Jahresablauf und seine Länge hat der April im Laufe der Zeit mehrmals verändert.
Im alten Rom fing das Jahr ursprünglich mit dem März an. So war der April der zweite Monat des Jahres. Als der Jahresanfang um 450 v. Chr. auf den Januar verlegt wurde, rutschte der April folglich auf Platz vier. Mit 30 Tagen war der altrömische Aprilis – aus dem lateinischen aperire (öffnen) also die Knospen öffnen sich – zunächst genauso lang wie der heutige April. Mit der Verlegung des Januars an den Jahresanfang wurde der April auf 29 Tage verkürzt. Bei der Einführung des Julianischen Kalenders bekam er seinen verlorenen Tag wieder zurück.

Flora

Gelb und weiss sind die Farben die die Flora nun bestimmen. Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia), Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris) und die Sumpfdotterblume (Caltha palustris), sind die gelb Töne. Bärlauch (Allium ursinum), Buschwindröschen (Anemone nemorosa) und Schlehdorn (Prunus spinosa) die weiss Töne.

Die Hochzeit der Feldhasen

Das wilde Toben der Feldhasen um die Gunst der Weibchen lässt die sonst so scheuen Tiere unvorsichtig werden. Dadurch hat man jetzt die Gelegenheit, eine Hasenhochzeit auf dem Feld oder am Waldrand zu beobachten. Häsin und Hase (Rammler) liefern sich wilde Verfolgungsjagten mit Luftsprüngen und Hakenschlagen. Kommt der Rammler der Häsin zu nahe, dreht sie sich um und schlägt dem Freier mit ihren Vorderpfoten auf den Kopf. Die kämpfenden Tiere sind also keine zwei Rammler, die um ein Weibchen kämpfen. Sondern immer ein Rammler und eine Häsin.

Der Kuckuck ist wieder da

Mitte April erreicht der Kuckuck (Cuculus canorus) aus Afrika kommend wieder die Gebiete wo er sein Brutgeschäft erledigen lässt. Meist ist der Vogel so pünktlich, dass mancherorts der 14. oder 15. April im Volksmund auch heute noch „Kuckuckstag“ heisst. Ab da ist wieder sein unverwechselbarer Ruf zu hören. Im Berggäu ist dies leider seid Jahren nicht mehr der Fall. In der Schweiz steht der Kuckuck auf der roten Liste als potenziell gefährdet. Als einziger Brutvogel ist der Kuckuck ein Brutschmarotzer und überlässt die Jungenaufzucht kleineren Singvögeln. Damit sie seine Eier und jungen akzeptieren, haben sich zahlreiche raffinierte Anpassungen entwickelt. Nach der Brutperiode ziehen die Junkkuckucke allein und ohne jegliche Hilfe in das Winterquartier – ein bemerkenswertes Beispiel für den angeborenen Orientierungssinn der Vögel.
Im Volksmund heisst es: „Wenn man den Kuckuck das erste Mal im Jahr hört, soll man Geld im Sacke haben, ist dies nicht der Fall, hat man das ganze Jahr keines.“

Also ab in die Natur und den Geldbeutel nicht vergessen. Ob Kreditkarten zu obigem Spruch auch gelten, entzieht sich meiner Kenntnis.