Februar

Was macht eigentlich die Natur im Februar? Wir haben einige interessante, kuriose, und schöne Details für Euch gesammelt.

Flora

Im Februar kann man die gelben Blüten des Winterlings (Eranthis hyemalis) entdecken. Der Winterling ist eine kleine Knollenpflanze. Als einer der ersten Nektar und Pollenlieferanten des Jahres ist die gelbe Blüte besonders wichtig für die Versorgung der ersten aktiven Insekten. Wenn an sonnigen Vorfrühlingstagen die Temperaturen auf atwa 12 Grad Celsius steigen, dann lassen sich die ersten Bienenflüge beobachten. Einen weiteren Farbtupfer in der sonst noch recht eintönigen Natur bildet der Seidelbast (Daphne mezereum). Seine rosa gefärbten und stark duftenden Blüten zeigt der Strauch von Februar bis April. Man findet 1 bis 2 m hohen Pflanzen in nährstoffreichen Laubwäldern. Die stark giftige Heilpflanze wurde im Mittelalter unter anderem als wirksames Mittel gegen Läuse genutzt.

Fauna

An wärmeren Tagen kann man an Waldrändern schon die ersten Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) fliegen sehen. Der Falter hat den Winter steif gefroren in einem Gebüsch in Winterstarre verbracht und zählt zu den ersten Frühlingsboten. Eine Art Frostschutzmittel in seinen Flügeln sorgt dafür, dass er unbeschadet wieder auftaut. Übrigens sind nur die Männchen so richtig zitronengelb, die Weibchen sind viel heller und eher grünlich.

Ornithologie

Die ersten Frühheimkehrer, wie Singdrossel (Turdus philomelos), Feldlerche (Alauda arvensis), Kiebitz (Vanellus vanellus), Star (Sturnus vulgaris) und die Misteldrossel (Turdus viscivorus). Sie alle gehören zu den sogenannten Kurzstreckenzieher und kommen aus den warmen Regionen Süd- und Westeuropas.

Beobachtungstipps für den Februar

Ende des Monats beginnt die Ranzzeit beim Dachs (Meles meles).

Die Kreuzotter (Vipera berus) beendet die Winterruhe und rekelt sich auf sonnigen Plätzen.

Die Buntsspechte (Dendrocopos major) zimmern laut an ihren Höhlen.

Das Waldkauzweibchen (Strix aluco) beginnt bereits jetzt mit der Brut.

Distelfinke (Carduelis carduelis) suchen in Scharen auf Wiesen und Feldern nach Nahrung.

Die Haubentaucher (Podiceps cristatus) balzen elegant um einen neuen Partner.

 

Es lohnt sich also bereits im Februar, mit offenen Augen und Ohren durch die Natur zu streifen. Vieles ist aber wetterabhängig – je nach Witterung können sich alle Ereignisse einige Wochen verscheiben.