Frühlingsexkursion 2015

Der NVE erkundete die kleine Camargue

Im Frühling ist Hochbetrieb in der Vogelwelt, Reviermarkierung, Partnersuche, Nestbau, brüten, füttern und und und. Das ist die Jahreszeit der spannenden Exkursionen und Beobachtungen. Der Naturschutzverein Egerkingen hat dieses Jahr die kleine Camargue im Französischen Elsas als Ziel für die Vereinsexkursion gewählt. Mit einem vollbesetzten Kleinbus und zwei Personenwagen ging es frühmorgens um 06:15 Uhr auf der Autobahn A2 Richtung Basel über die Grenze nach Saint Louis, wo sich das Naturschutzgebiet Petite Camargue Alsacienne befindet.
Das Gebiet der Petite Camargue Alsacienne – Auengebiet und Relikt des einstigen Urwalds am Rhein – wurde im Jahr 1982 von der französischen Regierung als erstes Naturschutzgebiet im Elsass ausgewiesen. Das Nebeneinander von feuchten und trockenen Lebensräumen ist der Grund für den Reichtum an Tier- und Pflanzenarten. So leben hier 40 Libellenarten, 174 Vogelarten darunter 76 Brutvögel, 30 Säugetierarten, 5 Reptilienarten und vieles mehr.
Am Eingang zum Gebiet orientierte der Exkursionsleiter Konrad Zeltner die 17 Beobachtungshungrigen über die Entstehung und Geologie der Region. Rings um waren schon allerlei bekannte und weniger bekannte Vogelstimmen zu hören, so zum Beispiel die Nachtigall, der Zaunkönig und der Pirol. Kaum im Wald eingetaucht, war das Vogelkonzert so intensiv, dass die einzelnen Stimmen kaum noch auseinander zu halten waren. Allen voran die kleinen Zaunkönige mit ihrem gewaltigen Stimmorgan, schienen alle übertönen zu wollen. In der Petite Camargue brütet die grösste Population an Nachtigallen in Mittel Europa, auch der Pirol ist hier stark vertreten. Bei den Gebäuden im Zentrum des Gebietes, wo in früheren Zeiten eine Lachszucht betrieben wurde, gab es einen Zwischenhalt mit Verpflegung aus dem Rucksack. Frisch gestärkt und immer noch hoffend den scheuen, sich in den Baumwipfeln aufhaltenden, gelbleuchtenden Pirol zu sichten, wurde die zweite Hälfte des Rundweges erkundet. Angelangt am Ausgangpunkt waren 48 Arten auf der Liste notiert, die Sichtung des Pirols blieb jedoch leider aus. Nichtsdestotrotz war die Exkursion, in allen Belangen, ein voller Erfolg und hat viel Spass bereitet.

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