Frühlingsexkursion 2013 – Gartenrotschwanz, Wendehals, Zaunammer und Co.

Für einmal ging der Naturschutzverein Egerkingen auf seiner Frühlingsexkursion fremde Wege. Auf die Einladung folgten 18 Natur- und Ornithologie-Begeisterte, um den Tüllinger Hügel nördlich von Basel zu erkunden. Mit einem Kleinbus und einem PW ging es früh morgens vom nebligen Egerkingen ins ebenfalls nebelverhangene Basel, wo der Exkursionsleiter Christoph Katzenmeier die Gruppe in Empfang nahm um diese gleich mit viel Wissenswertem zu informieren.

Frühlingsexkursion

Auf dem Tüllinger Berg ist ein 657 Hektar umfassendes Landschaftsschutzgebiet eingerichtet worden. Der Tüllinger Berg erhebt sich bis zu einer Höhe von 460 Metern über NN und bietet von vielen Stellen aus einen schönen Ausblick auf das Dreiländereck sowie die umliegenden Städte Lörrach, Weil am Rhein und Basel. Prägend ist am Tüllinger Berg die vielfältige und kleinteilige Struktur bei der Nutzung der Berghänge. Während im Nordosten noch der Ackerbau erkennbar ist, wechseln sich Richtung Südwesten zusammenhängende Wiesen zum Teil mit Streuobst, sowie Hecken und Gehölze ab. Richtung Landes- und Gemarkungsgrenze sind weithin die Reben sichtbar. Hier wachsen Grauburgunderreben. Die Bedeutung des Landschaftsschutzgebiet für die Vogelwelt ist offensichtlich: viele der dortigen Brutvögel stehen auf der „Roten Liste“.

Frühlingsexkursion

Schon nach den ersten erklommenen Metern konnten, mit dem Gartenrotschwanz und dem Wendehals, die ersten Raritäten beobachtet werden. Nach dem Überschreiten der Landesgrenze auf deutschen Boden, begrüssten Zaunammer und Feldschwirl die wissbegierige Truppe. Immer wieder grüsste ein Gartenrotschwanz mit seiner Anwesenheit, so wie es der Exkursionsleiter zu Beginn angekündigt hat. Auf dem Weg durch den Wald, wenige Meter vor dem Aussichtspunkt, posierte ein Mittelspecht und führte seine Gefiederpflege vor, so als wäre er alleine auf dieser Welt. Nur paar Schritte weiter, war Herr Schwarzspecht beim Festmahl zu beobachten, auch er liess sich nicht stören und machte sich genüsslich über die Ameisenlarven am dürren Baumstrunk her. Oben angekommen verteilten sich alle auf die umliegenden Ruhebänke und nahmen das wohlverdiente Picknick ein. Dabei lichtete sich der Nebel langsam und der Blick zu kreisenden Greifvögel wurde frei, unter denen sich auch ein Wespenbussard befand. Auf dem Rückweg bei der Ottilien-Kirche präsentierte sich noch ein Trauerschnäpper und rundete die Artenliste mit der fünfzigsten Beobachtung ab. Zurück beim Parkplatz verabschiedete sich die Saatkrähenkolonie, mit ihrem gekrächze auf den Platanen, von den „Egerchinger Chräie“, als wollten sie ihnen eine gute Heimreise wünschen. Sicher bleibt allen Teilnehmern die Frühlingsexkursion 2013 in bester Erinnerung, der eine oder andere wird dieser Region sicher wieder einen Besuch abstatten.

Schwarzspecht

Mehr Fotos sind wie immer in unserer Gallerie auf Flickr zufinden.



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